| So war die Geburt |
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Also, dann erzähl ich mal, wie die Geburt war: SCHMERZHAFT!!! Termin war ja am Sonntag, dem 21.06.09. Ich war am Montag, 22.06. und Mittwoch, 24.06. zur Kontrolle bei meiner Ärztin, Frau Dr. Peter. Bei beiden Terminen sah alles noch so gut aus - das Fruchtwasser, die Plazenta, die Nabelschnur,... sodaß wir entschieden mit der Einleitung noch ein bißchen zu warten - als spätesten Termin vereinbarten wir den 30.06. - Sie gab mir aber den Hinweis gut auf die Kindsbewegungen zu achten, und wenn sie weniger werden sollten, gleich zur Kontrolle ins Krankenhaus zu kommen. Das war dann am Donnerstag der Fall - ich hatte das Baby viel weniger gespürt als die Tage zuvor. Also beschlossen wir am frühen Nachmittag, ins Krankenhaus zu fahren, um nachsehen zu lassen, ob noch alles in Ordnung ist. Interessanter Weise hatte sich Andreas schon seit dem Vortag spontan Urlaub genommen, da er die Anspannung in der Arbeit nicht mehr aushielt. Sicherheitshalber packten wir auch gleich mal die Krankenhaus-Taschen ins Auto, obwohl ich überhaupt nicht damit rechnete, daß ich schon dort bleiben würde. Im Krankenhaus machte Hebamme Eva erst mal ein CTG - eine Kontrolle der Herztöne des Babys - dabei schien alles zu passen. Danach mußte ich noch zum Gespräch mit dem diensthabenden Arzt - Prim. Dr. Heim. Er hat uns gesagt, daß der Fall für ihn ganz klar ist - mit Schwangerschafts-Diabetes, 4 Tage über dem Termin und verminderten Kindsbewegungen, dürfe er mich nicht mehr nach Hause schicken und müsse die Geburt einleiten - ansonsten müßte ich einen Revers unterschreiben. - Phu - damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Mein Kopf sagte mir: ja, der Herr Doktor wird schon recht haben, und bevor wir was riskieren sollten wir lieber da bleiben. Mein Gefühl wehrte sich aber ein bißchen dagegen. Ich wollte doch, daß das Baby von alleine kommt und ich hätte auch gerne meine Ärztin dabei gehabt. Außerdem bekam ich jetzt dann doch endlich mal ein bißchen Angst vor der Geburt...
Aber kaum war er weg, ging es auch schon los (ca. 17 Uhr)! Das Bändchen hat sofort gewirkt - vermutlich ein Zeichen, daß es ohnehin schon losgegangen wäre. Ich hatte gleich mal 2 Stunden lang Dauerwehen - also nix mit Abstand 10 oder 5 Minuten - sondern durchgehend! In der Zwischenzeit war Dienstübergabe und jetzt hatte Hebamme Anna Dienst. Sie holte mich um ca. 19 Uhr mitsamt meinem Bett in den Kreissaal - ich nahm mein Handy mit, um Andreas zu informieren. Dieser kam aber in der Zwischenzeit und hat sich recht geschreckt, weil ich mitsamt meinem Bett verschwunden war! Er hat mich aber dann gleich gefunden. Als nächstes wurde das Bändchen wieder entfernt, da die Wehen wie gesagt gar nicht mehr aufhörten. Während der ganzen Schwangerschaft hatte ich Angst, daß ich einen Kaiserschnitt brauchen würde und die Geburt nicht mitbekommen würde. Jetzt dachte ich aber "hm - ein Kaiserschnitt wär jetzt schon recht ". - Andererseits hat mir Andreas erzählt (ich war eigentlich die ganze Zeit über wie in Trance), daß die Hebamme mich erst zum Spazierengehen motivieren konnte, als sie mir von der Möglichkeit einer PDA (Kreuzstich) erzählte . Also unbewußt wollte ich doch, daß alles so natürlich wie möglich abläuft. - Spazierengehen sollte ich deshalb, weil, nachdem das Bändchen weg war die Wehen gleich so nachließen, daß wir sie wieder ankurbeln mußten.
Als die Fruchtblase platzte, stellte sich heraus, daß die Einleitung eine wirklich gute Entscheidung war, da das Fruchtwasser schon grün war. Mir war die ganze Zeit sooo kalt und ich wollte ja eigentlich auch gerne eine Wassergeburt - also schaffte ich es doch irgendwann in meinem Delirium die Hebamme zu fragen, ob ich in die Badewanne darf. - Ahhhh - das war soooo gut!!! Endlich warm!!!! Blöd war nur, daß ich in der Badewanne dann plötzlich ziemliche starke Presswehen bekommen habe - aber ich durfte noch nicht pressen, da der Muttermund erst 6 cm offen war. Das war fast unmöglich! Also entschied Hebamme Anna, daß wir die Badewanne wieder verlassen müssen. Trotzdem war es sehr angenehmen und angeblich ist da auch viel weitergegangen. Heraußen durfte ich dann bald mit dem Pressen beginnen - und da konnte nun auch Andreas mithelfen, indem er meinen Kopf und meine Schultern hochhob und mitdrückte. Er war die ganze Zeit an meiner Seite und bemüht für mich da zu sein. Das ist gar nicht so leicht, denn zuviel Berührungen und Streichel-Einheiten können während einer Geburt schnell unangenehm werden - aber Andreas hat da genau die richtige Dosis erwischt!!! Beim Pressen hatte ich schon irgendwie das Gefühl "das geht nicht"! - Und laut Hebamme waren dann auch die Wehen einfach nicht lange genug (das liegt offenbar in der Familie, meine Schwestern haben mir dann erzählt, daß sie beide auch dieses Problem hatten). Es wurde dann die Assistenz-Ärztin geholt, die mir einen Wehentropf anhängte - der half aber auch nichts. Also mußte der Oberarzt kommen - immer noch hatte Prim. Dr. Heim Dienst in dieser Nacht (Gott sei Dank – denn der Arzt, der dann in der Früh kam, war der einzige, den ich KEINESFALLS bei der Geburt haben wollte!). Dr. Heim half Elias dann mit der Saugglocke auf diese Welt. - Mit einem Kopfumfang von 37 cm - kein Wunder, daß da ein bißchen Hilfe notwendig war! Kaum war Elias heraußen (01:34 Uhr) hörte ich ihn auch schon laut schreien, was ja schon mal ein gutes Zeichen ist. Interessanter Weise war die ganze Anstrengung auf einen Schlag vergessen - ich hab sofort geschaut, ob wir ein Mädchen oder einen Buben haben. "Hab´ ich´s doch gewußt" dachte ich. - Während der ganzen Schwangerschaft hatte ich nämlich das Gefühl, daß es ein Bub wird, auch wenn es mir ganz egal war! Daß Elias ein bißchen blau war, machte mir überhaupt keine Sorgen – vielleicht spürt man das als Mutter einfach, daß eh alles paßt. Aber dadurch wurde er nach der Geburt sehr schnell abgenabelt (das durfte leider nicht Andreas machen), und von einer Kinderärztin untersucht. Diese kam dann bald zu mir und erklärte mir, daß er durch den Streß der Geburt eine "respiratorische Anpassungsstörung" hätte (Probleme mit dem Atmen, was sich dadurch äußerte, daß er ein bißchen „jammerte“. Meine Gynäkologin erklärte mir später, das sei die Diagnose, die sie immer stellen, wenn sie ihn mitnehmen wollen ;-)). Da ich aber Schwangerschafts-Diabetes hatte, wußte ich schon von vornherein, daß Elias gleich nach der Geburt auf die Kinderstation kommen würde , da der Zucker überwacht werden mußte. Bevor die Kinderärztin ihn mitnahm, wurde er mir aber noch ein bißchen auf die Brust gelegt und wir konnten uns kennenlernen. – Ich schickte Andreas mit hoch, damit Elias nicht gleich alleine sein mußte. Bei mir mußte ohnehin erstmal der Dammschnitt genäht werden, der bei einer Saugglocken-Geburt angeblich immer gemacht wird. Die Kinderärztin erklärte Andreas angeblich sehr nett, was dort alles überwacht wird. Er kam in einen Inkubator, dort war eine konstante Temperatur von 30°C, es wurde die Atmung, der Herzschlag sowie der Sauerstoffgehalt im Blut überwacht. Außerdem bekam er regelmäßig eine Zuckerlösung und es wurde immer wieder Zucker gemessen, um zu sehen, wie sein Körper den Zucker verarbeitet. Am 2. Tag wurde dann die Zuckerlösung weggelassen um zu sehen, ob er den Zucker auch halten kann. - Das hat alles super gepaßt, und auch bei mir haben sich die Zuckerwerte in den Tagen nach der Geburt schnell wieder eingependelt, sodaß ich bald mit dem Messen aufhören durfte. Als ich im Kreissaal fertig war, wurde ich mitsamt meinem Bett in unser Zimmer gebracht (ca. 5 Uhr) - aber ich wollte natürlich sofort zu Elias. Die Nachtschwester Klaudia meinte, ich dürfe keinesfalls ohne sie aufstehen, was ich nicht ganz verstand - als sie dann aber kam und ich mich im Bett aufsetzte, drehte es mich gleich wieder in selbiges zurück. Mein Kreislauf war doch ziemlich angeschlagen und mußte erst wieder in Schwung kommen. Schwester Klaudia meinte, wir sollten es in 1 Stunde nochmal probieren. Erst beim 3. Anlauf, und nach einem Kaffee-Frühstück, klappte es dann, daß ich mich zumindest in ein Wagerl setzen und Andreas mich hinauf bringen konnte. Damit hatte ich auch nicht gerechnet...
Wir haben sooooo ein liebes Kind!!!!!!!!!!!
2 Tage später durften wir Elias dann zu uns in unser Familienzimmer nehmen und seit dem teilen wir unser Leben rund um die Uhr mit diesem kleinen Wunder!!!
Wir sind soooo dankbar dafür! Auch daß alles soooo gut gegangen ist!
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- Aber ok, das wußten wir eh schon vorher!
. Aber nach dem Gespräch mit Dr. Heim, der wirklich sehr nett war, siegte dann natürlich doch der Verstand und so ließen wir uns aufnehmen.
Kommentare
PS: Elias ist wirklich ein voll liebes Kind!!!
LG Johanna
Du hast die Geburt toll hingekriegt und dabei noch so eine sachte verbale Dosis bezüglich den Geburtsschmerze n gewählt. Ich denke, einem 2. Sonnenschein steht nach dieser Geburt nichts mehr im Wege. Alles erdenklich Gute für Euer Familienglück.
LG.Lydia